Bei der osteopathischen Untersuchung wird nicht nur die „schmerzende Stelle“ geprüft. Der Arzt analysiert den Körper im Stehen, findet Asymmetrien an Schultern, Becken und Wirbelsäule, bestimmt, wo und wie die Verkrümmung entstanden ist, und deckt die Punkte auf, an denen der Körper kompensiert. Anschließend wird der Patient hingelegt, und es wird an der gefundenen Ursache gearbeitet.
1Beispiel aus der Praxis: Knieschmerz mit Ursprung im Becken
Unser Patient dachte, er habe lediglich ein Knieproblem. Bei der Untersuchung stellten wir jedoch fest, dass das Problem vom Becken ausgeht. Stundenlanges Sitzen „blockiert“ das Becken, macht die Wirbelsäule passiv und schwächt die Muskulatur. In der Folge tritt der Schmerz an anderer Stelle auf: im Knie, im Knöchel, im Ellenbogen, im Nacken.
2Beispiel aus der Praxis: Schulterschmerz mit Ursprung im Nacken
Unser Patient stellte sich mit Schulterschmerzen vor. Auf den ersten Blick schien das Problem in der Schulter zu liegen, doch bei der osteopathischen Untersuchung stellten wir fest, dass die eigentliche Ursache in den Halswirbeln lag. Die Schmerzen entstanden, weil sich die Verspannung der Halswirbel in die Schulter übertrug.