Manchmal müssen auch kleine Bandscheibenvorfälle, wenn sie Nervenwurzeln einklemmen, unabhängig von ihrer Größe unbedingt operiert werden.
1Absolute Operationsindikationen
- Extrusion – Durchbruch des Bandscheibengewebes und Verlagerung in Richtung Wirbelkanal
- Akute Kompression der Nervenwurzeln
- Verengung des Spinalkanals und Kompression
In allen übrigen Fällen kann ein Bandscheibenvorfall ohne Operation behandelt werden.
2Worauf zielt die osteopathische Behandlung ab?
Die osteopathische Behandlung zielt darauf ab, die Funktionsstörungen des Bewegungsapparats und der inneren Organe zu beseitigen oder zu korrigieren, die zur Entstehung des Bandscheibenvorfalls geführt haben. Das Endziel ist es, die normale Stellung der Wirbel zueinander, die einheitliche gesunde Beweglichkeit aller Abschnitte der Wirbelsäule und die normale Funktion des Körpers als Ganzes wiederherzustellen.
Während der Behandlung wird der pathologische Druck auf die Bandscheibe beseitigt, der Muskelspasmus löst sich, die Schmerzen hören auf und die Durchblutung wird wiederhergestellt.
3Wird der Bandscheibenvorfall kleiner?
Auf Grundlage unserer eigenen Erfahrung und weltweiter Beobachtungen lässt sich festhalten, dass sich bei den meisten Patienten, die eine korrekte Behandlung und Rehabilitation erhalten, die Größe des Bandscheibenvorfalls verringern kann. In der akuten Schmerzphase ist das Ziel der Behandlung in der Regel die Beseitigung der Nervenkompression und der Entzündung; die Größenabnahme tritt üblicherweise nicht früher als nach 6–12 Monaten ein.