Die Konstruktion orthopädischer Schuhe berücksichtigt pathologische Veränderungen an Fuß, Unterschenkel oder Oberschenkel. Es handelt sich um Schuhe mit besonderer Form und Bauweise.
Sie werden für Patienten mit Deformitäten und funktionellen Defiziten der Füße hergestellt, um verlorene Funktionen zu kompensieren. Achten Sie auf das Wort „Kompensation“.
Diese speziellen Schuhe werden ausschließlich durch den Arzt – nach einer ausführlichen Untersuchung und unter Berücksichtigung des Problems des Patienten – auf Bestellung angefertigt. Sie in einem gewöhnlichen Geschäft oder einem Orthopädie-Fachgeschäft zu kaufen, ist schlicht nicht möglich.
1Über hohe Fersenkappen und Einlagen
Je höher die Fersenkappe, desto stärker schränkt sie die Bewegung ein; zusammen mit einer harten Sohle schränkt sie außerdem die Abrollbewegung des Fußes ein.
Bei kleinen Kindern befindet sich an der Stelle, auf die die Einlage drückt, ein massives Fettpolster. Der Knochen, der das mediale Fußgewölbe bildet, ist noch nicht verknöchert und besteht aus Knorpel. Deshalb ist es zumindest seltsam anzunehmen, irgendeine Einlage könne die Ausbildung des Gewölbes beeinflussen – sie drückt lediglich auf das Fettpolster.
Valgusstellung und Plattfuß lassen sich bei Kindern nicht durch Schuhe verhindern oder korrigieren. Bei Kindern mit diesen Problemen arbeiten die Muskeln – sie tun es nur nicht ganz richtig oder nicht kräftig genug. Das Problem muss nicht kompensiert, sondern korrigiert werden: durch freie BEWEGUNG.
Die Verwendung orthopädischer Schuhe und Einlagen bis zum Alter von 6 Jahren schränkt die Beweglichkeit des Fußes ein, verzögert die natürliche Muskel- und Skelettentwicklung und stört die Ausbildung eines richtigen Gangmusters beim Kind.
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Quellen und weiterführende Literatur
- Baby development – Entwicklung des Säuglings — NHS (Böyük Britaniya)
- NHS Start for Life – Ratgeber für 0–5 Jahre — NHS (Böyük Britaniya)